Monatlicher Ernährungsplan inkl. Vorlage und ausführlichen Tipps

Apr 3, 2019

Food photography via

Ernährung nach Plan - unser monatlicher Ernährungsplan

Mit der Umstellung meiner Ernährung kam eine Umstellung meines Einkaufverhaltens, meiner Anzahl an zu Hause gekochten Mahlzeiten und meiner generellen Alltags-Planung. Ich bin ein organisierter Mensch. Ich mache mir Pläne für meine Pläne (und meine dies auch nur halbwegs ironisch). Meine Woche ist nahezu optimal durchgetaktet, ich bringe meine Ausbildung (lerne gerade aus Interesse vegane Ernährungsberatung), Podcast, Blog, Instagram, Design-Aufträge, Haushalt und jeden Tag frisch gekochtes Essen meist prima unter den sogenannten Hut. Nicht, weil ich so gern gestresst bin übrigens, sondern weil ich fast all diesen Dingen liebend gern nachgehe und sie mir aufrichtig Spaß machen. Zudem jogge ich 4x wöchentlich durch die an unsere Wohnung angrenzende Lava-Landschaft und fahre an den Wochenenden mit meinem Mann in die Natur. In meinem Leben ist der Satz 'Planung ist alles' der ultimative Leitfaden und für mich funktioniert das ganz fantastisch.

Selbstverständlich habe auch ich Zeiten der Antriebslosigkeit, fehlender Motivation oder kreativer Engpässe aber im Großen und Ganzen steuert meine Google Doc Sammlung aus Plänen und Notizen mein Leben ganz wunderbar. So war es für mich ein logischer Schritt, meine „neue“ Ernährung ebenso pragmatisch anzugehen, wie alles andere auch. Rezeptsammlung, monatliche Verpflegungspläne und Einkaufslisten, alles so gestaltet und über Monate hinweg verfeinert, bis es mich nur noch das maximale Minimum an Zeit kostet. Wir erledigen stets nur einen monatlichen Großeinkauf, der alles abdeckt, was Grundnahrungsmittel betrifft, welche nicht so schnell schlecht werden können und einen wöchentlich Einkauf rein für frisches Obst und Gemüse.  

Nicht nur, dass uns dieses System eine Menge Zeit spart – es ist auch noch wesentlich günstiger als unsere Spontaneinkäufe der Vergangenheit.

Zu meiner Verwunderung bekomme ich seit geraumer Zeit eine Menge Fragen von euch zu diesem System. Warum wir monatlich einkaufen, WAS wir einkaufen, wo, wieviel wir zahlen und mehr. Es wird sich gewundert, wie so ein Ernährungsplan für mich funktionieren kann und ob ich nie spontan Lust auf etwas anderes hätte. Was mit Snacks für Zwischendurch sei. Und so viel mehr. Auch wenn es mich überrascht, so hoffe ich dennoch, euch eine Hilfe sein zu können und eure Fragen zufriedenstellend zu beantworten. Wir legen mal los. 

Monatlicher Ernährungsplan - die Vorteile:

  • Einkaufen, kochen und co. nimmt weniger Zeit in Anspruch (bleibt mehr für wochenendliche Freizeit)

  • Wir haben unsere Lebensmittelkosten mindestens (!) um ein Viertel reduziert (was sehr erfreulich ist, da eine gesunde, ausgewogene Ernährung in Island echt in die Vollen geht!)

  • Ich werfe sehr, sehr viel weniger Lebensmittel weg – mittlerweile sind wir so eingespielt, dass keine Essensreste mehr in die Tonne wandern und keine Lebensmittel bei uns schlecht werden.

  • Ich produziere auch im Allgemeinen wesentlich weniger Müll, da wir mit hauptsächlich frischen Zutaten kochen, keine verpackten Riegel und Süßigkeiten mehr schnabulieren und nichts kaufen, was wir nicht auch tatsächlich verwerten.

  • Ich habe noch nie so gut gegessen! Meine Rezeptsammlung wächst von Monat zu Monat und ich entdecke immer wieder neue, super leckere Kreationen, auf die ich früher nie gekommen wäre.

  • Einar hat immer einen Lunch in der Arbeit, zudem kleine Snacks für Zwischendurch – kein teueres, ungesundes Kantinenessen mehr!

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Monatlicher Ernährungsplan - die Vorteile:

  • Einkaufen, kochen und co. nimmt weniger Zeit in Anspruch (bleibt mehr für wochenendliche Freizeit)

  • Wir haben unsere Lebensmittelkosten mindestens (!) um ein Viertel reduziert (was sehr erfreulich ist, da eine gesunde, ausgewogene Ernährung in Island echt in die Vollen geht!)

  • Ich werfe sehr, sehr viel weniger Lebensmittel weg – mittlerweile sind wir so eingespielt, dass keine Essensreste mehr in die Tonne wandern und keine Lebensmittel bei uns schlecht werden.

  • Ich produziere auch im Allgemeinen wesentlich weniger Müll, da wir mit hauptsächlich frischen Zutaten kochen, keine verpackten Riegel und Süßigkeiten mehr schnabulieren und nichts kaufen, was wir nicht auch tatsächlich verwerten.

  • Ich habe noch nie so gut gegessen! Meine Rezeptsammlung wächst von Monat zu Monat und ich entdecke immer wieder neue, super leckere Kreationen, auf die ich früher nie gekommen wäre.

  • Einar hat immer einen Lunch in der Arbeit, zudem kleine Snacks für Zwischendurch – kein teueres, ungesundes Kantinenessen mehr!

Der Monatseinkauf

Ich möchte zum Thema Einkauf gern demnächst einen separaten Beitrag schreiben, weil ich euch da auch etwas zu Grundnahrungsmitteln, Budgetierung und so viel mehr erzählen möchte. Aus diesem Grund beschränke ich mich heute rein auf die Erstellung unseres Monatsplans und all die Fragen, die um diesen herum bei mir eingehen. 

Monatlicher Ernährungsplan - die Erstellung

Ich erstelle meine Pläne mit Exel (bzw. Open Office, da mein Apfel kein Exel anbietet). Ich halte meine Übersicht super schlicht – einen Monat jeweils organisiere ich vor. Darin trage ich Frühstück, Lunch und Dinner ein und habe noch ein paar extra Zeilen frei für Snacks, süßes Gebäck und ähnliches.

Datum kann, muss aber beim besten Willen nicht eingetragen werden. Ich persönlich arbeite am liebsten am PC und lösche aus meiner Liste, was bereits gegessen wurde - ich weiß aber auch, dass Viele Ausgedrucktes bevorzugen. Ich habe euch daher meinen kleinen Plan einmal vordesignt, ihr könnt ihn euch runterladen, ausdrucken und an den Kühlschrank pinnen, so habt ihr euren Speiseplan für den Monat immer im Blick. Oder ihr nehmt meine Vorlage einfach als Inspiration, um euren eigenen Plan zu erstellen. Auf dem folgenden Button ist mein aktuelles Design als jpg hinterlegt - selbstverständlich unausgefüllt, so dass ihr eure eigene Ernährung und Wünsche berücksichtigen könnt. Falls ihr Rezeptanregungen braucht - ich werde nach und nach Sammlungen zu verschiedensten Themen online stellen.

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Wie planst du deine Gerichte, wie lange dauert das Erstellen deines Planes?

Meinem Empfinden nach ist das Erstellen eines solchen Planes tatsächlich unheimlich einfach. Ich nehme mir einmal monatlich einen Tag am Wochenende Zeit, suche spannende Rezepte heraus, und trage diese dann jeweils für ein Abendessen und den darauffolgenden Lunch ein. Anfangs war das eine Menge Sucherei, da wir vegan, zucker- und auch glutenfrei kochen, was natürlich intensiverer Recherche bedarf, speziell, wenn es schnell gehen soll und die Rezepte keine Unmengen an Zutaten beinhalten dürfen (die ich hier nicht beschaffen oder simpel ersetzen kann). Wir haben keinen so einfachen Zugang zu ausgefallenen Zutaten und ich muss oft umdisponieren und gut klingende Rezepte an unsere Möglichkeiten anpassen. Mittlerweile habe ich eine so große Sammlung, dass ich mir einfach fix meine Liebsten raussuche und in die Liste schreiben. Pro Monat sind es (logischerweise) so um die 30 Rezepte/Gericht-Ideen, die benötigt werden. Anfangs hat das Erstellen einen Tag gedauert, mittlerweile bin ich in zwei Stunden durch, meist inklusive Einkaufsliste. Ein verregneter Samstagmorgen und das Ganze ist erledigt. Ein bisschen Übung, einer guten Rezeptsammlung und einer vorausgefüllten Einkaufsliste sei Dank!

Wo findest du neue Rezepte oder deine Inspirationen für eigene Gerichte?

Inspirationen hole ich mir via Pinterest oder von meinen liebsten Rezeptblogs. Wenn ich auf etwas Spezielles Appetit habe, dann google ich zum Beispiel „vegane Paella“ oder „zucker- und glutenfreie Burger Buns“. Ab und an kommt es vor, dass wir am Ende der Woche noch ein, zwei Dinge übrig haben, die nicht verwendet wurden, eine Zucchini zu viel gekauft haben, eine Mango liegen geblieben ist, etwas Kokosmilch in der offenen Dose stehen blieb. Da schaue ich dann gezielt nach Rezepten, die all diese Dinge enthalten oder sehe zu, dass ich das Rezept des Tages so anpasse, das etwaige Reste darin untergebracht werden können. Ich suche übrigens generell nach Rezepten für vier Personen, man kann aber die Mengen selbstverständlich auch ganz einfach verdoppeln oder halbieren – viele Rezepte sind (für uns praktischwerweise) auf vier Personen ausgelegt.

Was, wenn der kleine Hunger kommt? Oder man auf das geplante Gericht keine Lust hat?

Was den kleinen Hunger angeht, habe ich ja in meinem Zuckerbeitrag schon einiges geschrieben und auch erzählt, dass das aufgrund der ausgewogenen Ernährung kaum noch passiert. Was das mit dem "keine Lust auf das geplante Gericht" angeht, so ist mir das tatsächlich in all der Zeit, in der ich das jetzt mache, noch nicht einmal passiert. Ich mixe stets Lieblingsrezepte, auf die ich IMMER Lust hab, mit neuen, spannenden Rezepten. So freue ich mich jeden Abend auf das, was auf unserem Speiseplan steht. Entweder, weil ich es kenne und liebe oder weil ich super neugierig bin. Ist ein Rezept ein Reinfall, dann lösche ich es. In meiner Sammlung sind so zu 100% nur solche Gerichte zu finden, bei denen wir am Tisch saßen und "Hilfe, wie lecker ist das denn?" von uns gegeben haben. Was soll ich sagen: Ich bin so so froh, abends nicht mehr in den leeren Kühlschrank schauen und mich fragen zu müssen, was zur Hölle ich denn jetzt mal zu essen mache, sondern mich immer auf das zu freuen, was gleich auf den Tisch kommt.

Wie lagerst du frische Lebensmittel, was frierst du ein, was bereitest du längerfristig vor?

Frische Lebensmittel kaufen wir im Wocheneinkauf ein. Freitags nach der Arbeit setze ich mich eben hin, gehe die Rezepte für die kommende Woche durch und suche raus, was wir exakt an Obst und Gemüse benötigen werden. Samstagmorgen springen wir kurz in den Store – fertig. Die frischen Waren lagere ich in der Gemüseschublade, eine Woche halten sich die Sachen tatsächlich immer. Ausserdem achte ich darauf, dass zum Beispiel ein Pilz oder Spargelgericht eher in der Wochenmitte und nicht erst am Samstag kommt, damit auch wirklich nichts verdirbt.

Beim Kochen schaue ich dann nur fix, was das Rezept des Tages ist, greife mir, was ich an Zutaten benötige aus den Schränken und ab geht’s. Ich friere nicht viel ein. Bananen, Brot, frische Kräuter, die beim Kochen auch ruhig gefroren in den Topf können und sich sonst nicht lange halten würden, ein paar vegane Patties für Notfälle, meine Energie-Bällchen, wenn ich sehr viele gemacht habe. Ansonsten sind nur gefrorene Beeren und Spinat in den Schubladen (für die Shakes und Bowls). Längerfristig vor bereite ich übrigens nur Snacks, sprich Granola Riegel, Energie-Bällchen, Marmeladen, Saucen und co. - Meal Prep im eigentlichen Sinne gibt es bei uns eher nicht.

Wie macht man das Ganze als Single? Student? Große Familie? Bei sehr wenig Zeit? Kleinem Budget?

Ich habe natürlich keine bombensichere Planung für jede Lebenssituation und jedes Budget und kann nur von dem erzählen, was für mich einwandfrei funktioniert. Trotzdem denke ich, dass eine solche Planung und Ernährung generell eine Vereinfachung des Kochens und der 'gesund-essen' Problematik bedeutet. Als Single kocht man am Abend dann einfach nur zwei Portionen, als Student beschränkt man sich auf günstige Lebensmittel, bei großer Familie kocht man ebenfalls die angebrachte Menge und rechnet Rezepte auf Familienmitglieder-Anzahl um. Es gibt so einfache Gerichte, die preisgünstig sind und nicht länger dauern, als eine 20 Minuten Tiefkühl-Pizza und es gibt so viel, was auch Kindern schmeckt. Vegane Hotdogs gehen super schnell, sind mega lecker und können in eine gesunde Variante umgewandelt werden. Vollkorn statt Weißmehl, frische Zwiebel, statt der gerösteten, vegane Mayo, zuckerfreie BBQ Sauce, frische Gurke, Paprika, und Tomatensalat als zusätzliche Belagsoptionen. Nur so als spontanes Beispiel. Spaghetti Bolognese ist ebenfalls ein Klassiker, der im Handumdrehen vegan, zuckerfrei und gesund wird.

All unsere Gerichte sind entweder fürs Wochenende und entsprechende Muße oder auf unter 30min Zubereitungszeit und unter 10 Zutaten ausgelegt. Ich hab weder Lust noch Zeit, mich jeden Abend ein bis zwei Stunden in die Küche zu stellen. Fix und easy ist also drin! Und auch bei einem kleinen Budget ist das Ganze manchbar, wenn nicht sogar besonders geeignet. Auch vermeindlich günstiges Fertigessen läppert sich schnell ganz schön zusammen und eine Süßkartoffel mit Ernduss-Tamari-Sauce und kleinem Gurkensalat kostet nicht viel. Durch die richtige Planung spart man Bares, das fällt mir immer wieder auf. Und auch die ganzen ausgefallenen Gerichte müssen nicht teuer sein. Gewürze halten sich ewig und nicht jedes indische, vietnamesische oder persische Gericht besteht aus Spezial-Zutaten.

Ich werde sehr sehr gern mal einige Gerichte-Sammlungen für euch anlegen – vegan und gesund mit Kindern, schnelle Küche für kleines Budget – in der Richtung.

Wie genau füllen wir denn nun unseren eigenen Speiseplan?

Unser Frühstück halten wir, vor allem unter der Woche, super super simpel. Ich trinke entweder einen Protein-Frucht Shake (ich hab das für mich perfekte Schoko-Maca Pulver gefunden) mit Banane, Chia Samen, Mandelmuß und Pflanzenmilch ODER mache mir eine Smoothie Bowl aus ebenfalls frischen Früchten, Protein Pulver und Pflanzenmilch und toppe den Fruchtbrei mit Haferflocken, Flohsamen, Erdnussbutter, Kokosraspeln, Zimt, getrockneten Beeren aller Art, Nelken, Chia Marmelade (die mache ich selbst), rohen Kakao Nibs und/oder was mir sonst noch so einfällt. In meinen Plan trage ich entsprechemd immer nur Shake und Bowl im Wechsel ein und bereite mir morgens das zu, worauf ich eben Appetit habe. Brot ist auch stets eingefroren in der Kühltruhe, falls ich spontan Bock auf 'ne Stulle bekommen sollte.

Ich sorge also dafür, dass ich stets ein Proteinpulver im Haus habe, ausreichend Gewürze, Buchweizen, Haferflocken, Chia- und Flohsamen, gefrorene Himbeeren (frische gibt es bei uns das ganze Jahr über nicht), Bananen, die ich einfriere, getrocknete Früchte, Mandel- sowie Erdnussbutter und Pflanzenmilch. Mittlerweile kenne ich die Mengen, die wir für einen Monat brauchen im Schlaf und kaufe diese gezielt ein. 

Seit ich den raffinierten Zucker komplett weglasse, sättigen mich meine Mahlzeiten ausreichend und ich habe bis zum Mittagessen nie ein Bedürfnis zu snacken. Das kommt eher mal am Nachmittag durch. An den Wochenenden gibt es Pfannkuchen oder einen Chia Pudding. Da mein Mann keinerlei Gluten verträgt und die glutenfreien Brötchen hier der Horror sind, schränkt sich die Auswahl ein wenig ein, aber ernsthaft: Wer braucht Brötchen, wenn Buchweizen-Pfannkuchen auch eine Option sind? Eben.

Auch zu den Chia Puddings schreibe ich demnächst gern mal einen Beitrag mit meinen fünf liebsten Rezepten. Zu den Smoothie Bowls ebenso.

Unser Mittagessen machen wir uns so einfach, wie es nur geht: Wir kochen jeden Abend vier Portionen und haben so beide ein sehr, sehr ordentliches Lunchpaket für den nächsten Tag. Nun hörte ich schon Stimmen, wie langweilig das doch sei, nochmal das Selbe zu essen und gestehe: Da bin ich dann ein wenig ratlos. Zum einen ist es kein Problem, wenn das Essen doch fantastisch schmeckt – im Gegenteil, ich freue mich immer, für den kommenden Tag noch etwas übrig zu haben (und vieles schmeckt aufgewärmt eh doppelt so gut) - zum anderen ist das irgendwie eine gruselige Einstellung und kommt dem 'ich muss jeden Tag etwas anderes anziehen' meiner Meinung nach recht nahe.

Für mich ist das eine extrem Zeit und Geld sparende Lösung und ich kann mir immer sicher sein, ein gesundes, wundervolles Mittagessen im Kühlschrank fertig zubereitet stehen zu haben. Für mich wäre es wesentlich nerviger und zeitaufwendiger, zweimal täglich frisch zu kochen (und jeden Mittag eine 'Convenience'-Pizza kommt für mich nicht in Frage, das finde ich sehr viel abstoßender, als mein geniales Futter vom Vorabend noch einmal aufzuwärmen. ;D) Einar ist es ebenfalls wesentlich lieber, zweimal ein Gericht zu essen, als den Kantinen-“Fraß“ und so ist die Lunch-Lösung eine Win-Win-Situation für uns.

Ich koche sehr gern, das einmal vorab. Ich experimentiere mit verschiedensten Küchen, Gewürzen, Zutaten und Kombinationen, habe zudem das große Glück, mir unter der Woche abends meist die Zeit für ein spannendes Gericht nehmen zu können. Am Wochenende kocht dann mein Mann (die von mir herausgesuchten Rezept-Ideen), so wechseln wir uns ab und keinem von uns wird das ständige Kochen über. Ich versuche wie gesagt Gerichte herauszusuchen oder mir auszudenken, die under 30 Minuten zubereitet sind, habe aber manchmal durchaus auch Lust auf Spezielleres. So stehe ich für eine frische Paella zwei Stunden in der Küche.

Für mich ist es schon allein aus diesem Grunde sinnvoll, das Gekochte zweimal zu essen. Wenn man so lang in der Küche steht, dann ist es immer ein wenig traurig, das Ganze in 20 Minuten „herunterzuschlingen“. Bei uns stehen Suppen vor allem am Wochenende hoch im Kurs, ich bin ein riesiger Fan von Kürbissuppe, Linsensuppe mit Kirschen, Mango-Süßkartoffel, Westafrikanische Erdnussuppe und so viel mehr. 

Wie schon angerissen, habe ich selten das Bedürfnis, mal 'eben schnell' was zu schnabbeln. Für den Fall der Fälle haben wir aber stets verschiedenste Nüsse im Haus, ich bereite Energiebällchen vor (die sich bis zu zwei Wochen im Kühlschrank und einem Monat im Gefrierfach halten), backe ab und an ein Bananenbrot oder Nussecken und stelle sicher, dass der (zuckerfreie) Schokoladenstapel stets ausreichend hoch bereit liegt. Manchmal tut es eine Möhre oder eine halbe Avocado mit Gewürzen aber im Allgemeinen bin ich tatsächlich nicht der Typ für Gemüse-Snacks, sondern brauche ein bisschen was Süßes.

Wenn ich an den Wochenenden Desserts mache, dann immer direkt 6-8 Portionen, so ist die ganze Woche lang etwas für den Notfall im Kühler. Manchmal gibt es selbstgemachtes Eis, manchmal Pudding oder Schoko Mousse und manchmal auch 'ne Torte. ;D

Eine kurze Zusammenfassung als Schlusswort

Ich kaufe zwar rein nach Rezept ein, sorge aber gleichzeitig dafür, dass wir immer eine ausreichende Menge an z.B. Kichererbsen, Kokosmilch, Pflanzenmilch, verschiedenen Bohnen, Tomatenpaste, glutenfreie Pasta, gesunder Pastasauce (und mehr) im Haus haben. Da sich all diese Lebensmittel lange halten, stocken wir unsere Vorräte einfach monatlich zurück zur Ausgangsmenge auf und wissen mittlerweile ziemlich genau, wie viel wir in vier Wochen verbrauchen. Dazu kommt eine monatliche Bestellung bei iHerb, von wo wir leider unsere ganzen Spezialprodukte beziehen müssen. Leider übrigens nicht wegen dem Store an sich, sondern der Tatsache, dass es ohne Bestellung aus dem Ausland mit einer so „komplizierten“ Ernährung auf unserer kleinen Insel hier oben nicht funktionieren würde.

Wie ihr vielleicht heraus lest, ist mir unser monatlicher Ernährungsplan in Fleisch und Blut übergegangen. Wir haben immer Lunchboxen dabei, wenn wir Roadtrips unternehmen oder einfach das Wochenende im Freien verbringen. Snacks gibt es in Hülle und Fülle.

Mittlerweile finde ich die Dinge, die auch ich früher oft gesagt und gedacht habe, regelrecht absurd. 'Was isst du denn dann überhaupt noch?', 'Wie kommst du ohne Chips und Süßigkeiten klar?', 'Ich könnte das nicht, auf meine Pizza, Milchschnitte, Oreos, Cini Minis etc. verzichten'. Wir sind so sehr an das hochverarbeitete Produkt gewöhnt, dass wir es als richtiges Essen ansehen und die echte, nährstoffreiche, natürliche Nahrung als 

nicht ausreichend lecker oder befriedigend empfinden. Bereits nach wenigen Wochen hatte ich mich allerdings so derart umgewöhnt, dass mir eine vor Fett triefende, Geschmacksverstärker-Megaladung von was auch immer regelrecht ungeheuer war und auch nicht mehr schmeckte.

Viele denken, zuckerfrei bedeutet niemals was Süßes, aber ich schaufele noch immer, was das Zeug hält. Erdnusbutter-Ahornsirup Popcorn zum Beispiel. Oder natürlich gesüßte Pecan-Apfel-Ecken. Klingt doch gar nicht so schlecht, oder? Ich habe zu dem ganzen zuckerfrei Thema noch viel, viel mehr zu erzählen, aber hier sprengt es grad etwas den Rahmen, daher belassen wir es heute dabei.

Nun ist dieser Beitrag ein Aufsatz geworden und enthält fürs Erste mehr als genug Information für das eventuelle Erstellen eines eigenen Plans, hoffe ich. Alle Fragen und Anregungen könnt ihr mir sehr sehr gern in die Kommentare schreiben. Ich freue mich, wenn ich ein bisschen weiterhelfen konnte und wünsche euch eine fantastische Woche.

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12 Comments

  1. Kerstin on April 3, 2019 at 11:47 am

    Ich freue mich auf die Rezepte 🙂

    • Dear Heima on April 3, 2019 at 12:42 pm

      Das wiederum freut mich sehr! 🙂

    • Corinna on April 4, 2019 at 4:48 am

      Hey Linda,
      Vielen Dank für den Einblick in deine Planung! Seit September plane ich unsere Mahlzeiten für eine Woche und gehe auch nur einmal in der Woche einkaufen – bin gar nicht auf die Idee gekommen, monatlich zu planen, da ich ja eh die frischen Lebensmittel besorgen muss. Mir gefällt der Gedanke, dann nur noch einmal lange und drei mal kurz einkaufen gehen zu müssen 😊😊 das werde ich mal testen.
      Danke auch für die Übersicht, so hübsch 😍
      Viele Grüße
      Corinna

      • Dear Heima on April 7, 2019 at 10:10 am

        Liebe Corinna,
        ich freue mich sehr, dass du es mal ausprobieren willst und hoffe, es klappt für dich! Mir gibt es ironischerweise so viel mehr Freiheit, was meine Nahrung anbelangt. Bessere Gerichte, weniger Einkaufsstress – ich mach das nie wieder anders! 😀
        Liebste Grüße aus dem sonnigen Island <3

  2. Liz on April 3, 2019 at 1:58 pm

    Huhu liebe Linda! Als ich vorhin in deiner Story von deinem Monatsplan hörte, dachte ich “na hui!! 1 Monat?? Wow!”. Wir (2 Erw., 1 Schulkind) planen hier immer eine Woche und es klappt mal prima, mal weniger. ich esse vegetarisch und Milchfrei, mein Mann liebt Fleisch und Süßes und am Liebsten nur das worauf er in diesem Moment Bock hat, mein Kind mag sowohl veggie als auch Fleisch. Das bringt mich manchmal echt an meine Rezept-Ideen-Grenzen und kann auch mal die Lust am Kochen verderben. Einen Monat fänd ich super und frage mich grad, warum ich da noch nicht selber drauf gekommen bin :). Schließlich könnte man auch da alle Wünsche einbringen. Ich liebe das Rezepte-stöbern so wie du, megaviel hol ich mir immer aus meinen veggie Zeitschriften oder auch von Pinterest. Ich möchte das unbedingt mal ausprobieren, mal gucken wie der Mann und das Kind darüber denken :). Liebe Grüße ausm Ruhrpott in den hohen Norden! Kisses! Liz

    • Dear Heima on April 7, 2019 at 9:50 am

      Hallo liebe Liz,
      oh man, das klingt ja nochmal komplizierter als bei uns. 😀 Einar darf keinerlei Gluten und Milchprodukte, würde aber Fleisch essen. Ich esse vegan (bis auf den Parmesan ;)) und vertrage nichts mit zu viel natürlicher Fruktose. Zudem leben wir zuckerfrei. Trotzdem klappt das (vielleicht grade, weil man sich auf einen Plan einigt) ganz prima. Ich kann dir noch als Tipp geben – machst du aber wahrscheinlich längst – einfach vegetarische Grundgerichte zu kochen und wer will, der brät/kocht/grillt sich eben ein Stück Fleisch dazu. Pinterest ist super, ich stöbere zudem auch gern durch (vegane) Rezept-Blogs. Wenn du magst, dann lass mich wissen, ob ihr es mal ausprobiert und wenn, wie es so klappt für euch. 🙂
      Alles Liebe aus dem sonnigen Island

  3. Jessica on April 3, 2019 at 3:34 pm

    Danke dir für deinen tollen “Aufsatz” und die mega hübsche Vorlage. Da ich unter der Woche in einer anderen Stadt bin und quasi Single und noch eine chronischen Krankheit mit mir rumschleppe, die mich essenstechnisch oft einschränkt, finde ich die monatliche Planung irgendwie schwer, aber ich denke, ich versuche das mal wochenweise. Ich habe in der Tat schon mal 2 Jahre Zucker-, die Gluten-, und laktosefrei gelebt und würde auch gerne zu dieser Ernährung (mit der es mir auch mit meiner Chron. Erkrankung und auch geistig 1000x besser ging) zurück finden und würde da auch super gerne auf deine Rezeptideen zurückgreifen und freue mich da schon richtig drauf. Die Bällchen zb stehen auch schon auf der to Do bzw to eat Liste 😉
    Danke für deine Mühen liebe Linda, freue mich auf mehr ✌🏼

    LG Jessie

    • Dear Heima on April 7, 2019 at 9:56 am

      Liebe Jessie,
      vielen, vielen Dank für deinen Kommentar, ich hab mich sehr gefreut!
      Also gerade bei einer chronischen Krankheit finde ich einen recht strikten Plan sehr sinnvoll. Das Pendeln macht es natürlich deutlich schwieriger, mit dem Szenario habe ich mich ehrlicherweise noch gar nicht befasst. Bei uns ist die Ernährung aufgrund von Allergien, Unverträglichkeiten und IBS ebenfalls recht eingeschränkt, unser Plan hilft da immens. ‘auf Spur’ zu bleiben. Wir haben so trotzdem jeden Tag super leckeres Essen und uns geht es viel, viel besser. Du siehst schon, ich schwärme für mein eigenes System. 😀 Bin aber auch einfach so happy, dass wir das eingeführt haben und ich nicht mehr jeden Abend wie eine Hochschwangere mit schmerzverzerrtem Gesicht hin und her renne. 😛 Meine ersten Rezept-Kollektionen folgen bald, ich fotografiere schon seit Tagen Frühstück und Abendessen. <3
      Alles Liebe

  4. Nancy on April 3, 2019 at 7:38 pm

    Dank dir esse ich seit über zwei Monaten keinen Zucker mehr, habe seitdem gefühlt 1000 Bällchen vernichtet (Snickerdoodle <3), backe mein Brot selbst (mit Walnüssen und Feigen) und probiere jede Woche neue Rezepte für zuckerfreie Süßigkeiten und Kuchen aus. Nur das mit dem Kochen und Planen will bisher nicht so recht funktionieren. Ich bin genau so ein Mensch, den du angesprochen hast, der nicht zwei Tage nacheinander das gleiche essen kann. Selbst, wenn es die geilste Scheiße ever ist. Vielleicht hat das auch etwas mit Disziplin zu tun? Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann mal so organisiert sein werde wie du. Als Single fehlt mir da manchmal auch einfach die Motivation, denn ich koche am liebsten für andere. Nur meine Süßigkeiten, die geb ich nicht ab 😀

    • Dear Heima on April 7, 2019 at 10:05 am

      WOW! Ich bin super froh, dass zu hören und mega, mega stolz auf dich!!! <3
      Ich habe das Kochen übrigens ewig gehasst und war auch kein Fan von Aufgewärmtem. Mittlerweile freue ich mich da ganz ehrlich drüber, wenn es mein mühselig Gekochtes zweimal gibt. Ich glaube gar nicht mal, dass das Selbstdisziplin ist, sondern einfach Gewöhnung. Ich liebe es, mir ganz in Ruhe Frühstück zu machen und zum Essen auch Zeit zu nehmen, aber am Mittag stecke ich so sehr in irgendwelcher Arbeit, dass ich schlicht zu faul bin, oder es nicht schaffe, mir auch nur ne vernünftige Stulle zu schmieren. So schmeiß ich halt schnell was aus der Tupper in die Pfanne und 'ne Minute später steht was leckeres und vor allem wirklich nahrhaft Gesundes auf meinen Schreibtisch. Das hat mich überzeugt. 😀
      Ich bin mir sicher, du wirst ein System für dich finden.
      Allerliebste Grüße aus dem Norden

  5. Indie on April 4, 2019 at 8:07 pm

    Mega guter Artikel mit super vielen Informationen.
    Ich werde mir mal durch den Kopf gehen lassen inwiefern das auch für mich Sinn macht. Ich bin nämlich Typ: Kühlschrank leer und kein Bock einzukaufen, aber dann trotzdem 3x die Woche in den Supermarkt müssen (der zum Glück aber um die Ecke ist). Und dann weiss ich auch nie was ich kochen will.

    Also Danke für die Inspiration!

    • Dear Heima on April 7, 2019 at 10:15 am

      Hallo du Liebe,
      vielen, vielen Dank für deinen Kommentar, ich freue mich sehr, dass dich der Artikel angesprochen hat! 🙂
      Ich war genau dieser Typ mein bis dato gesamtes Erwachsenenleben lang, habe Kochen gehasst, hatte ständig Probleme mit dem Magen, einen leeren Kühli, nichts hat mehr geil geschmeckt und das Fertigessen hing mir zum Hals raus. Nun gibt es einfach jeden Tag was Leckeres, im Kühlschrank ist exakt das, was ich brauche und meine chronische Gastritis ist seit über einem halben Jahr Geschichte. Ich feiere mich tatsächlich ein bisschen selbst für das Einführen eines solches Systems in unseren Haushalt, man hört es vielleicht raus. 😀
      Ich wümsche dir, dass das für dich auch klappt und sende dir alles Liebe aus Island

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Linda Bergmann

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